Über das Sein im Werden (6)

Eine unmittelbare Geschichte der reinen Gegenwart

zu Teil (1) der Geschichte

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zu Teil (5) der Geschichte

Glitzerne Strömungen umspülten sie in reger Aufruhr. Sie horchte auf. Das Tosen in ihren Ohren war grandios. Ein dumpfes Brummen schob sich zwischen sie und das Wasser. Wie ein scharfes Schwert glitt es hindurch, um zu teilen, was nicht mehr eins. Das Flussbett selbst bebte und atmete. Es befremdete sie. Was war geschehen? Sie konnte es nicht mehr fühlen. Der Boden unter ihr riss hinfort. Das Flussbett, was einst ihr zugehörte, entschwamm ihrem Sein. Sie fühlte sich allein. Ohne Grund und Boden. Ein Gefühl, was sie nicht kannte. Und sie stürzte tiefer und tiefer in die haltlosen Fluten des Wassers, die an ihr nagten wie die Vögel am Aas. Sie wehrte sich nicht und liess geschehen, was geschah. Tiefer und tiefer entglitt sie der Helligkeit der Sonne in gräulich-trübe Seen, wo kein Leben mehr weit und breit. Sie fürchtete sich vor dem zweifelhaften Schleier der Tiefsee, der sie nun in seinen Bann zog. Tiefer und tiefer hinein ins Herz der Dunkelheit. Entborgen ihrer einstigen Heimat liess sie sich fallen und wehrte sich nicht. Zu kämpfen hatte sie nie gelernt und die Übermacht der Dunkelheit wiegte schwer auf ihrer Brust. Langsam verlor sie das Bewusstsein und ihr Geist schwebte über dem Wasser.

… zu Teil 7 der Geschichte

    … to be continued und fortgeschrieben von Moment zu Moment …

© 2014-2017 Text by Birgitta Borghoff (20. April 2017). brückenwege.ch. All rights reserved.

Foto: Pinterest

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