Über das Sein im Werden (1)

Eine unmittelbare Geschichte der reinen Gegenwart

Das tosende Meer einer unglaublichen Stille erhob sich vor ihr und umfasste sie grenzenlos. Sie spürte den Blick des Verlangens und entzog sich diesem nicht. Sie unterwarf sich ihrem Innersten und liess geschehen. Einfach und bedingungslos. Sie pflegte zu wissen, was sie tat. Doch diesmal war es anders. Es geschah ohne ihr Zutun. Es gab nichts zu tun. Es war so ganz anders und doch nicht neu, nicht fremd. Es schien vertrauter als alles, was sie bisher gelernt und erfahren hatte. Dennoch, ein Zweifel blieb in ihr zurück: Konnte es wirklich so einfach sein? War dies tatsächlich die Wirklichkeit, von der die alten Meister schrieben, es sei die höchste Wahrheit? Oder hatte sie sich das alles nur eingebildet? Fragwürdig erschien ihr plötzlich das pralle Leben. Einfältig, unwirklich und ohne jeglichen Bezug. „Was hat dies alles zu bedeuten?“, fragte sie sich im Stillen. Sie vertraute trotz ihrer Unwissenheit. Und das war es wohl, was den Unterschied machte.

… zu Teil 2 der Geschichte

… to be continued und fortgeschrieben von Moment zu Moment …

© 2014-2017 Text by Birgitta Borghoff (1. April 2014). brückenwege.ch. All rights reserved.

Foto: Pinterest

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